Osteopathie
bewegt.

Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, die für die Untersuchung und Behandlung nur die Hände nutzt, also sanfte manuelle Techniken einsetzt.

Ihr Ziel ist es, das Lösen von Funktionsstörungen und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren und dessen Selbstregulation (Homöostase) wiederherzustellen. Dabei wird jeder Patient immer in seiner Ganzheit erfasst und respektiert. 

Osteopathie basiert auf der präzisen Kenntnis medizinischer Grundlagenfächer wie Anatomie, Physiologie, Pathologie, Biomechanik und Embryologie.

Die Wirksamkeit osteopathischer Techniken verlangt eine hohe fachliche Kompetenz und einen langjährigen geschulten, sehr feinen Tastsinn. In der Osteopathie wird immer der gesamte Organismus als Einheit untersucht und behandelt. Je nach Beschwerden kann dabei ein Teilbereich im Vordergrund stehen.

Kleine Impulse –
große Wirkung

Zu Beginn der Behandlung steht ein ausführliches Anamnesegespräch. Der Osteopath erfragt die Krankengeschichte seines Patienten und sieht, soweit notwendig, ärztliche Befunde ein. Anschließend folgt eine Reihe aktiver und passiver Tests. Dabei überprüft der Osteopath die Symmetrie und Haltung des Körpers sowie dessen Bewegung. Auf der Behandlungsliege wird palpiert: 

Der Osteopath tastet mit seinen Händen den Körper ab und „horcht“ in diesen hinein. Dabei wendet er osteopathische Techniken an, mit denen er Funktionsstörungen erkennen und behandeln kann. Funktionsstörungen zeigen sich in Form von verändertem Gewebe oder eingeschränkter Bewegung im Gewebe. Mit seinen Techniken versucht der Osteopath die Beweglichkeit der Struktur wiederherzustellen und so die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Die Osteopathie behandelt also keine Krankheiten, sondern verschafft dem Körper die Möglichkeit, sich selbst zu heilen.

Eine osteopathische Behandlung besteht meistens aus drei bis fünf Sitzungen. Manchmal reicht nur eine Sitzung, bei schwerwiegenden oder chronischen Beschwerden können mehr als fünf Sitzungen angezeigt sein. Eine Sitzung dauert in der Regel 40 bis 60 Minuten.

Bezuschussung durch Krankenkassen:

Seit 2012 werden osteopathische Behandlungen von einigen Krankenkassen anteilig erstattet. Der Osteopath wird mit dir bei Bedarf vor Behandlungsbeginn eine genaue Kostenabsprache treffen. Je nach Region und Behandlungsumfang liegen die Kosten zwischen 75 und 140 Euro.